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Desertifikation
Die Desertifikation ist verantwortlich für die Reduktion von landwirtschaftlichen Flächen und somit auch für das begrenzte Nahrungsangebot und den immer weniger verfügbaren Lebensraum für Wildbienen und weitere Insekten.
Desertifikation bedeutet „Wüstenbildung oder Verwüstung“. Gemeint ist damit, die Verschlechterung des Bodens in relativ trockenen Gebieten. Hauptverantwortlicher für diese Art der Zerstörung ist der Mensch. Durch anthropogene Aktivitäten bewirken wir Menschen die Entstehung bzw. Ausbreitung von Wüsten oder Wüstenähnlichen Verhältnissen. Jedes Jahr verliert die Erde dadurch momentan ca. 12 Millionen Hektar fruchtbares Land. Dieser Prozess schreitet durch Windböen, Wasser, Versalzung und Skelettierung weiter fort.
Ursachen für die Desertifikation sind Überweidung, Übernutzung, Abholzung und falsche Bewässerung. Besonders stark wird der Boden durch Monokulturen ausgelaugt. Aufgrund der fehlenden Vegetation fehlt der natürliche Schutz vor Sonneneinstrahlung. Diese trägt dazu bei, dass der Boden schneller austrocknet. Außerdem fehlt dem Boden die natürliche Befestigung, wodurch Wanderdünen entstehen. Diese bedrohen Weidegründe, Anbauflächen und Dörfer. Verstärkt wird dieser Prozess durch natürliche Schwankungen der Niederschlagsmenge. Dürreperioden können die Desertifikation ebenfalls hervorgerufen oder verstärken.
Es gibt sowohl drastische ökologische als auch ökonomische Folgen. Die landwirtschaftliche und auch forstwirtschaftliche Produktivität lässt stark nach. Die Artenvielfalt wird ebenfalls durch die Desertifikation beeinträchtigt, gleiches gilt für die Anzahl von Individuen. Die Vegetation geht zurück oder verschwindet vollständig, Wasser wird knapp, Böden versalzen, erodieren oder versanden. Schätzungen zu Folge sind weit über eine Milliarde Menschen und etwa ein Drittel aller landwirtschaftlich nutzbaren Flächen der Erde betroffen.
Doch was bedeutet das für unsere Wildbienen und andere Insekten? Durch Monokulturen und die Reduktion von landwirtschaftlichen Flächen wird das Nahrungsangebot sowie der Lebensraum für Bienen vermindert. Meistens blühen die einseitig angepflanzten Nutzpflanzen nur kurzzeitig und lassen die Insekten das restliche Jahr hungern. Das Insektensterben leistet ebenfalls einen Beitrag zur Desertifikation. Die Bestäuberinsekten bestäuben Pflanzen aller Art und erbringen so einen erheblichen Beitrag zur Erzeugung von etwa 35% aller von uns benötigten Nahrungsmittel. Wenn Pflanzen nicht bestäubt werden setzt sich die Verödung von Landflächen weiter fort.
Die bereits begonnene Desertifikation kann nahezu überall aufgehalten werden. Die Erde besitzt genug Selbstheilungskräfte um Böden zu heilen. Lässt man eine Weide, auf der vorher Tiere gegrast haben, mehrere Jahre von Tieren befreit, kann diese sich vollständig regenerieren. Dies funktioniert aber nur wenn sie durch nachhaltige Maßnahmen unterstützt wird.
Quellen:
http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/dossier-umwelt/61215/duerre?p=all
https://de.wikipedia.org/wiki/Desertifikation
https://www.woxikon.de/referate/geschichte/desertifikation-folgen-von-ueberweidung-und-uebernutzung
https://www.n-tv.de/wissen/Die-Erde-braucht-Hilfe-article926415.html